Weave · Architektur und Ablauf
Zwei Blicke auf dasselbe System: erst die Topologie der sechs Kerndienste, ihrer Worker und der geteilten Mitte, dann der zeitliche Ablauf einer einzelnen Wissensfrage — samt der Stellen, an denen Rechte geprüft werden.
Oben wird kompiliert, unten geantwortet — und beide greifen auf dieselbe Mitte zu. Weave-Knowledge schreibt in Postgres, Weave-Retrieval liest dieselbe Datenbank nur lesend, weil pgvector-Ähnlichkeit und Volltext-Ranking als SQL in der Datenbank laufen müssen. Die beiden Modelldienste bedienen beide Pipelines: einmal für Passagen beim Indizieren, einmal für die Suchanfrage.
document.released-EventDie Zeit läuft nach unten. Auffällig ist, wo nicht gearbeitet wird: Rechte und Absicht klärt die Runtime, bevor irgendjemand sucht — und ob eine Antwort überhaupt hinausgeht, entscheidet ganz am Ende der Guard. Findet die Suche nichts, geht der konfigurierte Hinweis raus statt einer flüssig formulierten, aber unbelegten Antwort. Für Bots im Agentenmodus verzweigt Weave-Runtime an dieser Stelle in einen LangGraph-Ablauf: Statt einer einzelnen Suche plant der Bot Teilfragen, lässt sie parallel gebundene Rechercheprofile bearbeiten und führt die Treffer erst danach zur Antwort zusammen — eine Recherche, die nichts findet, wird als benannte Lücke gemeldet, nie als erfundene Antwort.